Aktueller Lagebericht — 13.07.2026 17:10

Lagebericht Ukraine — 13. Juli 2026 Innenpolitik - Verlängerung des Kriegsrechts und der Mobilmachung bis zum 5. November 2026. Selenskyj hat entsprechende Vorschläge in die Rada eingebracht. Dies ist eine routinemäßige, aber bezeichnende Entscheidung: Die Regierung zeigt, dass sie auch mittelfristig keine Voraussetzungen für eine Lockerung des Regimes sieht. - Treffen von Lubinez …

**Lagebericht Ukraine — 13. Juli 2026**

### Innenpolitik - **Verlängerung des Kriegsrechts und der Mobilmachung** bis zum 5. November 2026. Selenskyj hat entsprechende Vorschläge in die Rada eingebracht. Dies ist eine routinemäßige, aber bezeichnende Entscheidung: Die Regierung zeigt, dass sie auch mittelfristig keine Voraussetzungen für eine Lockerung des Regimes sieht. - **Treffen von Lubinez mit dem ungarischen Ombudsmann** in Transkarpatien. Diskutiert wurden Minderheitenrechte und die europäische Integration. Das Format zeigt den Versuch Kiews, den Dialog mit Budapest auf technischer Ebene aufrechtzuerhalten, ohne der ungarischen Seite Anlass zur Blockade zu geben. - **Starker Anstieg häuslicher Gewalt**. Die Ermordung zweier Brüder in Kalyniwka (16 und 5 Verletzungen) ist ein Symptom der aufgestauten Spannungen im Hinterland, wo die Waffenkontrolle und die soziale Stabilität allmählich nachlassen.

### Sicherheit und Front - **Massiver Beschuss von Charkiw** in der letzten Woche: 35 Angriffe, 92 Verletzte (darunter 12 Kinder), drei Tote. Russland setzt seine Taktik des Terrors gegen Städte fort und nutzt das gesamte Spektrum an Drohnen und Gleitbomben. Die zivile Infrastruktur bleibt vorrangiges Ziel. - **Angriffe auf Odessa und Cherson**. Zwei Raketendrohnen auf Piwdenne, „Shaheds“ auf Wylkowe, Angriff auf eine Tankstelle im Rajon Dnipro in Cherson (drei Verletzte). Der Süden hält ein konstant hohes Bedrohungsniveau aus der Luft aufrecht. - **Fehlen öffentlicher Informationen über bedeutende Vorstöße** an der Front. Quellen verzeichnen nur einzelne Episoden (Drohnen auf Winnyzja, Aktivität in Kertsch). Dies deutet auf den Stellungskrieg hin.

### Wirtschaft - **Preisanstieg bei Lebensmitteln** wird durch saisonale Faktoren gebremst. Heidelbeeren verbilligten sich um 17 % aufgrund des Beginns der Massenernte. Dies ist ein vorübergehendes Phänomen; der allgemeine Trend bleibt hohe Preise für Grundnahrungsmittel aufgrund logistischer Risiken und Arbeitskräftemangel. - **Fehlen neuer makroökonomischer Signale** in der Zusammenstellung. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Überleben der Hinterlandregionen unter ständigem Beschuss.

### Internationaler Kontext - **Position Polens**. Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz erklärte direkt, dass wehrfähige Ukrainer in der Ukraine sein sollten. Warschau unterscheidet zunehmend klarer zwischen humanitärer Unterstützung und der Frage der Mobilmachungsressourcen. - **Ungarischer Pfad**. Das Treffen der Ombudsleute ist ein Versuch Kiews, den Arbeitskontakt zu Budapest trotz politischer Differenzen aufrechtzuerhalten. Fortschritte in Schlüsselfragen wurden nicht verzeichnet. - **Externe Faktoren** (Trump, Straße von Hormus, russische Innenpolitik) haben derzeit keinen direkten Einfluss auf das ukrainische Kriegsgeschehen. Sie werden als Hintergrund registriert, der die aktuelle Dynamik nicht verändert.